Wiener Neudorf: Wieder Österreich-Sieger beim VCÖ-Mobilitätspreis!

Aus den Händen von Infrastrukturminister Peter Hanke (l.) und VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen durften Vize-Bgm. DI Norman Pigisch und ich die Auszeichnung im Wiener Odeon-Theater zum „Österreich-Sieger“ entgegennehmen. Weiters im Bild (Foto: VCÖ / APA-Fotoservice / Ben Leitner) woom-CEO Bernd Hake und ÖBB-Vorstandsdirektor Otmar Frühauf (r.).

Unter ca. 400 Einsendungen hat Wiener Neudorf wieder eine österreichweite Kategorie gewonnen. Heuer „Kindgerechtes Verkehrssystem„. Die hochrangige Jury hat uns die Ehrung mit folgender Begründung zuerkannt:

Mobilität lernen fürs Leben ist das Jugendmobilitätskonzept der Marktgemeinde Wiener Neudorf. Kinder werden dabei nicht nur als Schutzbedürftige gesehen, sondern als Mobilitätsbotschafter für sichere, selbstständige und klimafreundliche Wege. Schulwege werden mit Kindern auf einem großen Luftbild analysiert. Auf diese Analyse aufbauend werden sichere Wege gebaut, Piktogramme machen Wege  erlebbar, Grünstreifen schützen vor dem Kfz-Verkehr und neue Geh- und Radwege schaffen kurze Verbindungen. In den vierten Klassen wird zusätzlich geübt, wie man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, Fahrpläne liest, sicher Rad fährt und gute Wege zu weiterführenden Schulen findet. Ziel ist eine dauerhafte Verhaltensänderung. „Wenn Kinder gerne gehen, Rad fahren und Öffis nutzen, sinkt die Zahl der Elterntaxis und Kinder und Jugendliche kommen regelmäßig auf eine Portion gesunde Bewegung“, freut sich VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen.

„Jedes Kind verdient die Sicherheit und Freiheit, unbeschwert mit dem Rad zur Schule zu fahren. Dafür brauchen wir endlich durchgehende Radwege und sichere, verkehrsberuhigte Schulwege“, erklärt Bernd Hake, CEO von woom. „Um genau diesen Wandel voranzubringen, unterstützt woom seit fünf Jahren den VCÖ-Mobilitätspreis. Er zeichnet exakt jene Vorreiter-Projekte, wie eben dieses aus Wiener Neudorf, aus, die unsere Fortbewegung schon heute fit für die Zukunft von morgen machen.“

Es macht mich einfach glücklich und stolz, dass unsere Arbeit und unser Engagement immer wieder als österreichweites Vorbild gilt. Wiener Neudorf ist mittlerweile bei so vielen Themen federführend. Dass wir in so vielen Bereichen Pilot- und Vorbildgemeinde sind, gelingt nur mit einem außergewöhnlich leistungsfähigen, aktiven und motivierten Team im Gemeindedienst. Vielen Dank auch für die positiven Kräfte im Gemeinderat, die immer wieder für die nötige politische Unterstützung sorgen.

Beim jährlichen Workshop in der Volksschule erarbeiten wir mit den Kindern eventuelle Problemzonen, die für Fußgänger und Radfahrer gefährlich sein könnten. Mich freut, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht werden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine zumindest 20-minütige Bewegung vor dem Unterricht die Aufmerksamkeit deutlich erhöht und insgesamt leistungssteigernd wirkt. Wir können seitens der Politik nur die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Die Eltern sind gefordert, ihren Kindern einen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad (Roller) zu gönnen.

In dieser Woche gibt es die meisten Geburtstage

Österreichweit ist genau die derzeitige Woche vom 19. bis zum 26. September die geburtenreichste des ganzen Jahres. Also 9 Monate nach Weihnachten. Da haben sich offenbar viele ein schönes Geschenk selbst gebastelt. Auch der Geburtstag einer meiner Töchter fällt in diese Woche. Der 22. September ist überhaupt der Tag, an dem die meisten Österreicher/-innen Geburtstag haben, während der 25. Dezember der Tag des Jahres ist, an dem die allerwenigsten Geburtstag feiern – mit Ausnahme des 29. Februar selbstverständlich. Auch der 31. Dezember zählt zu den geburtenschwächsten Tage des Jahres.

Die obige Auflistung zeigt rot eingefärbt die Tage, an denen überdurchschnittlich viele Menschen Geburtstag haben und blau eingefärbt die Tage, an denen überdurchschnittlich wenige Menschen dieses Ereignis feiern. Die gelbe Einfärbung zeigt die Tage, an denen eher mehr und die hellblaue Färbung die Tage an denen eher weniger Menschen geboren wurden.

Man sieht: Februar, März und September sind geburtenstarke Monate, während Oktober, November und Dezember diesbezüglich schwache Monate sind.

Die Mekam-Tonne hat ausgedient!

In unserem Bezirk gibt es nur noch in Wiener Neudorf und Mödling die Mekam(Mehrkammer)-Tonnen, ein zweigeteilter Behälter einerseits für Restmüll, andererseits für Biomüll. Alle anderen Gemeinden haben schon länger auf mehrere Behälter für die Müllabfuhr umgestellt. Nunmehr müssen auch wir mit Jahresende umstellen.

Das einzige für unsere Bedürfnisse zugeteilte Mekam-Müllfahrzeug ist in die Jahre gekommen, stark reparaturanfällig und wird nicht mehr ersetzt. Darüber hinaus werden keine Mekam-Tonnen mehr produziert. Da die Stadt Mödling bereits beschlossen hat, das Mekam-Prinzip aufzugeben, ist es für Wiener Neudorf als einzige Gemeinde absolut unwirtschaftlich, das System beizubehalten. Das würde enorm hohe Zusatzinvestitionen (eigenes Fahrzeug nur für unsere Gemeinde) und die Produktion von Mekam-Tonnen (ebenfalls nur für uns) bedeuten und damit eine extreme Erhöhung der Müllgebühren.

Damit werden auch wir in Wiener Neudorf mit Jahresende die Mekam-Müllabfuhr beenden. Das betrifft Ein- und Zweifamilienhäuser. Viele davon haben schon jetzt nur einen Restmüllbehälter, weil im Eigengarten kompostiert wird und deshalb keine Biotonne notwendig ist. Die Haushalte, die derzeit über eine Mekam-Tonne entsorgen, werden in Zukunft entweder zwei Behälter (eine Restmüll- und eine Biotonne) haben oder sie entscheiden sich auch für eine Kompostierung im Eigengarten und wechseln auf nur eine Restmülltonne.

In jedem Fall wird es für Einzelhaushalte ab 1.1.2027 nur mehr eine 14tägige Entleerung der Restmüllbehälter (26 pro Jahr) geben. Die Biotonnen werden ab 2027 39 Mal entleert (Mai bis Oktober wöchentlich, November bis April 14tägig). Für die größeren Wohnhausanlagen bleibt alles beim alten – mit einer wöchentlichen Entleerung.

Die betroffenen Haushalte werden selbstverständlich noch gesondert informiert.

Wiener Neudorfer Wiesn: Die Vorbereitungen laufen!

Am Freitag geht es los. Bis Sonntag verwandelt sich das Freigelände des Freizeitzentrums zu einem Festgelände der besonderen Art. Der Zugangsbereich zum Fußballstation wird zum Eingang und dahinter steht das Festzelt.

Lassen Sie sich dieses Fest, das von der TS-Gruppe Wiener Neudorf haupt- und der Gemeinde mit-veranstaltet wird, nicht entgehen.

Alle Details unter: www.wienerneudorfer-wiesn.at

Alles Gute zum Schulbeginn

Ich wünsche allen Kindern und allen, die mit ihren Kindern, Enkelkindern, Neffen und Nichten mitfiebern, einen schönen Schulbeginn. und allen Kindergartenkindern einen schönen Start ins neue Kindergartenjahr.

Gerade eben durfte ich knapp 100 Erstklässler und Vorschulkinder in der Volksschule, gemeinsam mit vielen Begleitpersonen, herzlich willkommen heißen.

Bildung wird vererbt!

Irgendwie ärgere ich mich über die ständigen Studien, die letztlich immer dasselbe ergeben, nämlich dass Bildung vererbbar sein dürfte, überhaupt nichts mit beispielsweise Migration u.s.w. zu tun hat und man nicht genau weiß, was man als Staat gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit unternehmen kann.

Ich behaupte: Recht wenig! Da werden auch 6 Klassen Volksschule oder Gesamtschule oder …….. etwas bewirken.

Was ständig außer Acht gelassen wird: Die erste und wichtigste Bildungseinrichtung ist nicht der Kindergarten oder die Volksschule – das ist und bleibt das Elternhaus. Bildungsnahe Eltern wissen logischerweise besser als andere Eltern, wie sie ihr Kleinstkind bildungsmäßig frühestmöglich fordern und fördern. Diese diesbezüglich wichtigsten ersten Monate und Jahre wird kein staatliches Bildungssystem komplett ausgleichen können, egal ob es mit dem 6. Lebensjahr oder ein wenig früher ansetzt. Was nicht heißt, dass diese Lücke nicht geschlossen werden könnte, aber Kinder von bildungsnahen Eltern haben diesbezüglich natürlich einen Vorsprung. Der kann natürlich auch „verspielt“ bzw. auch von diesbezüglich benachteiligten Kindern aufgeholt werden – wie wir wissen.

Aber das betrifft ja nicht nur die Bildung. Es ist auch keine Überraschung, dass Musiker überwiegend aus musikalischen Familien stammen, eben weil musikalische Eltern besser wissen, wie sie ihr Kind diesbezüglich früh fördern können. Dessen ungeachtet gibt es natürlich auch Musiker ohne musikalische Eltern oder völlig an Musik uninteressierte Kinder von Musikern. Viele Fußballer sind Kinder von Fußballern, weil ein fußballspielender Vater natürlich seinem Kind diesen Sport früher und besser beibringen kann. Marcel Hirscher wäre wohl auch nicht der Ausnahmesportler geworden, wenn sein Vater nicht Schilehrer in Annaberg, sondern Vertragsbediensteter in Grammatneusiedl gewesen wäre. Wäre Jakob Pöltl nicht 2,13 Meter groß, sondern wie ich knappe 1,80, dann wäre er wohl nicht ein mit 20 Millionen Dollar Jahresgage bezahlter Basketballer geworden. Aber er hatte das Glück große Eltern zu haben und hat daraus einen Vorteil gemacht, wofür ich nie eine Chance durch meine normalwüchsigen Erzeuger gehabt habe.

Es wird also immer und überall eine Chancen-Ungleichheit geben, so auch im Bildungsbereich. Statt ständig Untersuchungen (wie auch jetzt wieder) in Auftrag zu geben, sollten wir das zur Kenntnis nehmen und die Bildungspolitik auch darauf ausrichten. Von vorne herein für eine Chancen-Gleichheit sorgen zu wollen, geht meiner Erfahrung nach nicht, weil es Unterschiede in genetischen Voraussetzungen gibt und wir glücklicherweise nicht alle im selben Elternhaus aufgewachsen sind.

Und letztlich hat jedes Kind immer anderen Kindern etwas voraus. Jedes Kind hat immer eine bessere Begabung und Voraussetzung als andere. Jedes Kind kann immer irgendetwas besser als andere. Es wird also immer und überall einen Unterschied – und auch immer eine Chancenungleichheit – geben. Wichtig ist, ein Kind dahingehend zu fördern, dass es diese Chancenungleichheit für ein glückliches, engagiertes, gesundes und für die Gesellschaft wertvolles Leben nützt.