Wiener Neudorf leistet jährlich über € 5 Millionen an Sozialhilfe

Mit jährlich mehr als € 5 Millionen leistet Wiener Neudorf einwohnerbezogen einen der allerhöchsten Gemeindebeiträge für die Sozialhilfe und damit für die Unterstützung sozial schwacher bzw. finanziell schlechtergestellter Personen bzw. Familien.

Nicht die Gemeinden entscheiden über finanzielle Unterstützungen, sondern diese Aufgabe obliegt der Landesregierung über die jeweilige Bezirkshauptmannschaft. So ist das geregelt. Dafür müssen die Gemeinden – nach Größe und Finanzkraft – einen jährlichen Beitrag leisten. In unserem Fall eben mehr als € 5 Millionen. Ein überdurchschnittlich hoher Betrag. Die Aussagen von manchen Fraktionen im Gemeinderat, dass die Gemeinde diesbezüglich zu wenig täte, ist absurd, völlig falsch und entbehrt jeder Grundlage. Denn genau das Gegenteil ist der Fall.

Das Bürgerservice des Gemeindeamtes nimmt gerne diesbezügliche Anträge samt Unterlagen entgegen und leitet diese an die Bezirkshauptmannschaft weiter, entscheidet jedoch nicht darüber, ob Aushilfen gewährt werden oder nicht.

Im neuen März-Mitteilungsblatt haben wir dezidiert aufgelistet, welche Arten von Hilfen es gibt und welche Unterlagen dafür benötigt werden.

Zur Information und um vorweg einen besseren Überblick zu bekommen, kann man auch gerne die beiden nachstehenden Adressen anklicken:

 http://www.noel.gv.at/noe/Sozialhilfe/Sozialhilfe_Hilfe_in_besonderen_Lebenslagen.html

https://www.noe.gv.at/noe/Sozialhilfe/NOE_Sozialhilfe_Ausfuehrungsgesetz.html

Wirtschaftshof und Feuerwehr im Dauereinsatz

Die derzeitigen Schneemengen waren angekündigt, aber oft kommt es anders als angekündigt. Dieses Mal nicht. Die Mitarbeiter unseres Wirtschaftshofes in Wiener Neudorf und das Team der Feuerwehr, das auch zu einem großen Teil aus Mitarbeitern des Wirtschaftshofes besteht, waren gut vorbereitet.

Seit Stunden stehen die Einsatzkräfte im Einsatz, um einerseits den Verkehr bei diesen extrem winterlichen Verhältnissen aufrecht zu halten und um andererseits verunfallte Fahrzeuge zu bergen bzw. Bäume, die der Schneelast nicht standgehalten haben, zu entfernen. Die Bilder entstammen der Pressestelle der Feuerwehr (Lukas Derkits). Mittlerweile wurden sogar bereits Einsatzfahrzeuge vorsorglich mit Schneeketten ausgerüstet, etwas das in den letzten Jahren kaum vorgekommen ist. Das beweist die außergewöhnliche Situation des heutigen Tages.

Wenn möglich lassen Sie Ihr Fahrzeug stehen und gehen Sie nur vors Haus, wenn es unbedingt notwendig ist. Die Wetterlage sollte sich morgen Samstag im Laufe des Nachmittag bessern.

86 % der Kindergartengebühren zahlt die Gemeinde

Weil derzeit viel über Gemeindegebühren diskutiert wird, eine kurze Erläuterung zu den Kindergartengebühren: Wiener Neudorf hat drei sogenannte „Landeskindergärten“. Wie bei allen Landeskindergärten zahlt bis auf die Standort- und Gruppenleiterinnen (Pädagoginnen) alles die jeweilige Standortgemeinde, also: Errichtung, Instandhaltung, Sanierungen, Zu- und Umbauten und Erhaltung des Betriebes sowie die Kosten des zusätzlichen Personals (Helferinnen, Reinigungskräfte etc.). Warum es dann „Landeskindergarten“ heißt, weiß eigentlich niemand so genau.

Unter dem Strich kostet der Betrieb der 3 Landeskindergärten die Gemeinde ca. € 2,8 Millionen pro Jahr. Diese Kosten sollen zwischen Gemeinde und Eltern fair aufgeteilt werden. In den 3 Kindergärten werden derzeit 284 Kinder betreut. Die Elternbeiträge (Betreuung, Material, Essen …) belaufen sich derzeit auf insgesamt € 395.000,-. Den Restbetrag in Höhe von ca. € 2,400.000,- – oder 86 % – übernimmt die Gemeinde Wiener Neudorf.

Durchschnittlich (es kommt darauf an, wie lange ein Kind täglich betreut wird) belaufen sich die Kosten pro Kindergartenkind und Jahr auf € 9.840,-. Davon werden durchschnittlich nur € 1.390,- (das sind 14 %) pro Kind und Jahr an Gebühren vorgeschrieben. Der Rest wird von der Gemeinde zugeschossen. Wie zuvor geschrieben, kommt es darauf an, wie lange das Kind täglich den Kindergarten besucht.

Auch wir als Gemeinde kämpfen mit neuen Herausforderungen und der immer schwieriger werdenden Finanzsituation, die mittlerweile alle Gemeinden betreffen. Aber wir versuchen gerade Jungfamilien bestmöglich finanziell zu unterstützen und übernehmen deshalb sehr absichtlich einen derart hohen Anteil an den Kindergartenkosten – und hoffen, dass wir diesen Level weiterhin beibehalten – und auch in Zukunft einen ähnlich hohen Prozentsatz übernehmen – können.

Trump: Endlich sagt einer, was Sache ist!

Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar – schrieb einmal Ingeborg Bachmann. Und Donald Trump greift dieses Zitat endlich auf und handelt danach – rechtzeitig zur Faschingszeit.

CO2 ist absolut unschädlich, meint der US-Präsident und spricht damit vielen deutschsprachigen Politikern aus der Seele, deren Hauptanliegen es ist, den Verbrennungsmotor zu retten. Dass nicht CO2 für unsere Lungen schädlich ist, sondern die gute Luft unsere Gesundheit verpestet, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Diesen Verschwörungstheoretikern, die inständig behaupten, dass Industrie- und Autoabgase die Luftqualität schädigen, gehört endlich die ICE-Truppe vor das Haus gestellt.

Hoffentlich tritt Trump auch endlich dem Irrglauben entgegen, dass Rauchen schädlich wäre oder die Gesundheit gefährden würde – oder dem Schwachsinn, dass Alkohol ein für unsere Psyche oder unseren Körper gefährliches Suchtmittel sei. Persönlich hoffe ich auf den US-amerikanischen Gesundheitsminister, dass endlich herausgefunden wird, dass der Verzehr vom rohem Fleisch das Gesündeste ist, was wir unserem Körper antun können.

Es ist hoch an der Zeit, dass jemand mit diesem linkslinken Bio-Wahn endlich aufräumt. Wenn schon Bio, dann in der Waffenproduktion. Es ist einfach nicht mehr länger hinnehmbar, dass Biowaffen verboten sind, aber Bio angeblich auf den Mittagstisch im Kindergarten gehört. Wem, bitte sehr, fällt so etwas ein?? So etwas kann nur von Europa ausgehen.

Die Erde war noch in Ordnung, als es nur einen einzigen Kontinent gab, Pangaea. Dort müssen wir wieder hin. Präsident Trump sollte sich nicht nur Kanada, Venezuale und Grönland einverleiben, sondern er sollte dem Auseinanderdriften der Erdteile endlich etwas entgegensetzen. Schieben wir doch die Kontinente wieder zusammen. Das sollten wir unter Zuhilfenahme der KI doch schaffen können. Wir könnten enorm sparen und uns das teure Entsenden von Kriegsschiffen ersparen. Darüber hinaus könnten von einem Ende der Welt zum anderen einfach drauf los spazieren. Statt Pangaea nennen wir es Trumpaea. Dann sind wir: Ein Volk, ein Kontinent, ein Präsident.

Es gäbe für den amerikanischen Präsidenten noch so viel zu tun, auch außerhalb der Faschingszeit – aber die dauert in Amerika offenbar 12 Monate. Und das zumindest in den nächsten drei Jahren.

Die Facebook-Seite „Wiener Neudorf“ ist eine rein private Initiative

Ich habe das schon einmal erklärt und mache es gerne noch einmal. Es gibt eine private, höchst erfolgreiche, Facebook-Seite „Wiener Neudorf“ mit dem derzeitigen obigen Titelbild. Das ist eine von privater Seite aufgebaute und betriebene Initiative – und hat keine Berührung mit der offiziellen Gemeinde.

Es ist dem Gemeindeamt – und damit selbstverständlich auch mir – bekannt, dass dort auch immer wieder politische Themen diskutiert werden. Uns sind auch die teilweise aus Halbwahrheiten, zusammengesetzten Vermutungen, Behauptungen und haarsträubenden Unterstellungen bestehenden Meinungen bekannt. Ich weiß auch, dass manche gerne hätten, dass es zu offiziellen Klarstellungen kommt.

Bitte verstehen Sie, dass weder die Gemeindeverwaltung noch ich aufpassen, was auf privaten Facebook-Seiten geschrieben wird. Dazu haben wir weder die Zeit noch die Berechtigung. Soziale Medien werden auch von manchen so verstanden, den eigenen Frust abzuladen und andere anzuschwärzen. Soziale Medien sind heutzutage Plattformen, wo Meinungen aufeinanderprallen dürfen, aber auch Behauptungen verbreitet werden, die überhaupt nicht stimmen. Soll sein. Ich sehe es aber weder als meine Aufgabe noch die des Gemeindeamtes hier permanent einzugreifen.

Wenn Sie etwas vom Gemeindeamt oder mir wissen möchten, wenn etwas unklar ist, Sie Wünsche, Anliegen, Beschwerden oder Fragen haben oder Hintergrundinformationen wünschen, dann wenden Sie sich bitte direkt an das Gemeindeamt unter gemeinde@wiener-neudorf.gv.at . Ihre E-Mail wird umgehend entweder an eine Fachabteilung oder direkt an mich zur Beantwortung weitergeleitet.

Das Hinhacken auf die Gemeinden muss aufhören!

Überall ist derzeit zu lesen, dass sich die finanzielle Situation des Bundes deutlich verbessert hätte und auch seitens der Landesregierungen hört man gerüchteweise dasselbe. Alle, so heißt es, warten nun nervös und gespannt auf die Meldungen der Gemeinden zum Stichtag 31.12.2025 – als ob Gemeinden Überraschungseier oder Wundertüten wären.

Die Gemeinden müssen ihre Budgets (auch die Nachtragsbudgets) an die Oberbehörde, also die jeweilige Landesregierung, weiterleiten. Schon vor Verabschiedung in den Gemeinderatsgremien gibt es sogenannte Budgetbesprechungen mit Beamten der Landesregierung. Kreditaufnahmen müssen in der Regel (es gibt gewisse Ausnahmen) von der Oberbehörde, also der Landesregierung, abgesegnet bzw. zumindest zur Kenntnis gebracht werden. Zumindest die Landesregierungen haben also einen guten Überblick über die finanzielle Situation der Gemeinden. Natürlich stimmen die veranschlagten Budgetzahlen nicht immer mit dem Rechnungsabschluss überein (da liegen auch in der Regel 14 bis 15 Monate dazwischen). Aber am Beispiel Wiener Neudorf kann ich versichern, dass es noch niemals große Überraschungen gab.

Was es wirklich braucht, sind endlich Kompetenzverschiebungen und Bereinigungen. Die Kindergärten in Niederösterreich sind zum Großteil Landeskindergärten. Man sollte also annehmen, das Land kümmert sich um die drei Landeskindergärten in Wiener Neudorf. In Wirklichkeit unterstützt die Gemeinde Wiener Neudorf die drei Landeskindergärten mit etwa € 2,5 Millionen. Würden wir das nicht tun, müssten den Differenzbetrag die Eltern bezahlen. Das wären in unserem Fall knapp € 8.000,- pro Kind pro Jahr. Warum ist das so? Landeskindergarten heißt, dass das Land die Gruppenleiter/-innen, also die Pädagogen, zur Verfügung stellt. Die im übrigen sechs Wochen am Stück im Sommer Urlaub (bzw,. Fortbildungszeit) und zusätzlich alle gängigen Schulferien frei haben. Alles andere: Planung, Bau, Umbau, Betrieb und möglichst ganzjährige Aufrechterhaltung des Betriebes samt Zurverfügungstellung des notwendigen restlichen Personals der Landeskindergärten haben die Gemeinden (und/oder die Eltern) zu bezahlen. Am Beispiel Wiener Neudorf: € 2,5 Millionen. Gut, den einen oder anderen Fördertausender bekommen wir netterweise refundiert. Der Begriff „Landeskindergarten“ ist nicht nur für mich mehr als irreführend.

Es gibt Landeskrankenhäuser. Einen Großteil der Kosten berappen die Gemeinden. Am Beispiel Wiener Neudorf bedeutet das mehr als € 5 Millionen. Gut, auch viele Wiener Neudorfer nehmen Spitalsbehandlungen in Anspruch. Aber der Begriff „Landeskrankenhaus“ ist auch zumindest ungenügend.

Früher haben sich Gemeinden über ein sogenanntes Sozialfondskonto selbst um finanzielle Härtefälle gekümmert. Heute kümmert sich das Land NÖ über die jeweiligen Bezirkshauptmannschaften darum. Die Gemeinde-Sozialabteilungen wurden damit mehr oder weniger ausgegliedert. Die Gemeinden haben das aber zu bezahlen. Am Beispiel Wiener Neudorf bedeutet das ebenfalls mehr als € 5 Millionen. Wenn es jemand finanziell schlecht(er) geht, dann wendet man sich nicht mehr an die Gemeinde, sondern an die Bezirkshauptmannschaft. Als Bürgermeister wäre mir natürlich lieber, das Geld bliebe in der Gemeindekassa und wir kümmern uns um die sozialen Härtefälle selber. Das geht aber nicht. Warum nicht?

Weil es immer mehr Gemeinden gibt, die aus dem letzten Loch pfeifen und sich mit den Zahlungen (nicht nur, aber auch) an die Landesregierungen immer schwerer tun. Also müssen die anderen Gemeinden, die sich noch finanziell rühren können, jährlich mehr und mehr und mehr beitragen – wie z.B. die Gemeinde Wiener Neudorf. Aber auch wir kommen langsam zu dem Punkt, an dem das nicht mehr geht. Aber das ist offenbar sowohl dem Bund als auch der Landesregierung völlig egal. Es gibt ja das bekannte Motto: „Her mit dem Zaster. Her mit der Marie!“

Wer hat das schnell gesagt? Fällt mir gerade nicht ein. Vielleicht Ihnen.