Am kommenden Nationalfeiertag verlegen wir in Wiener Neudorf die ersten 4 Stolpersteine für Wiener Neudorfer, die während der Nazi-Zeit verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Hören Sie zuerst um 10:00 Uhr – nach meiner Begrüßung – einen interessanten Vortrag des Historikers und Projektleiters des Gedenkvereins, Dr. Thomas Schwarz. Danach gehen wir zu den Häusern, vor denen die Stolpersteine verlegt werden: in der Wiener Straße, der Herzfeldergasse und zuletzt in der Hauptstraße.
Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdrücklich bei unserem Pfarrvikar, Mag. Josef Denkmayr für die Zurverfügungstellung des Pfarrsaales.
Alle 2 Jahre werden von einer hochkarätigen Jury die Bemühungen von Städten und Gemeinden in puncto Radverkehr untersucht und bewertet. Es gibt ein ausgeklügeltes Punktesystem nach dem die Städte und Gemeinden gereiht werden. Im Rahmen eines Festaktes wurden Ende letzter Woche die besten Gemeinden wieder ausgezeichnet. Zuerst wird in allen Vierteln des Landes der Punktesieger ermittelt. Für das Industrieviertel ging der 1. Platz nach 2024 wieder an Wiener Neudorf, dieses Mal gefolgt von Mödling. Vor 2 Jahren waren wir mit unserem Ergebnis zusätzlich auch „Landessieger“ und wurden zur Radhauptstadt Niederösterreichs erklärt.
Im Mostviertel gewann heuer St. Pölten. Da die Landeshauptstadt haarscharf besser bewertet wurde als wir, ging der Titel der Radhauptstadt Niederösterreichs damit heuer nach St. Pölten. Aber wir können mit dem 2. Platz auch gut leben und dürfen mit Recht stolz auf unser diesbezügliches Engagement sein.
Es ist dies ein weiteres Beispiel, dass wir in vielen Bereichen „ganz oben“ mitspielen. Nicht, dass ich die zahlreichen Auszeichnungen, die wir als Gemeinde mittlerweile regelmäßig erhalten, allzu hoch bewerten möchte. Aber es zeigt doch, dass wir im Vergleich viel geschafft haben und dass unsere Bemühungen auch über die Ortsgrenzen wahrgenommen und geschätzt werden. Und es fällt immer deutlicher auf, dass Wiener Neudorf mittlerweile bei zahlreichen Themen federführend ist und vielfach als „Best-Practice-Beispiel“ genannt wird. Das geht nur mit einem starken und überaus innovativen politischen Team und mit hochmotivierten, kompetenten und überdurchschnittlich engagierten Mitarbeitern im Gemeindedienst sowie der Zusammenarbeit aller positiven Kräfte in unserer Gemeinde.
Eine neueste Umfrage belegt, dass jede 5. Rechnung zu spät bezahlt wird und gerade auch staatliche Institutionen, wie Bund, Länder oder Gemeinden offene Rechnungen gerne liegen lassen.
Dazu möchte ich Folgendes festhalten: Die Firmen, mit denen die Gemeinde Wiener Neudorf zusammenarbeitet, wissen, dass wir eine äußerst verlässliche und rasche Zahlerin sind. Wir haben die internen Abläufe so abgestimmt, dass Rechnungen unmittelbar in die Fachabteilungen zur Kontrolle und Freigabe gelangen, dann sofort in die Buchhaltung und innerhalb kürzester Zeit zu mir oder anderen Anordnungsbefugten (kommt auf den Rechnungsbetrag an) zur Überweisung. Wenn es absolut notwendig sein sollte, dann schaffen wir es auch, dass ein Rechnungsbetrag auch am selben Tag des Rechnungseinganges am Konto unseres Partners aufscheint.
Wir haben in meiner gesamten Bürgermeisterzeit – im Gegensatz zu früheren Jahren – immer einen Guthabensstand am Girokonto und das in einer so ausreichenden Höhe, dass wir offene Rechnungen immer möglichst kurzfristig bezahlen können, ohne ins Minus zu kommen. Ich hasse es Überziehungszinsen zu zahlen, sowohl am Privat- als auch am Geschäftskonto. Das ist zwar eine gute Einnahmequelle für jedes Bankinstitut, aber an diesem guten Ertrag für Banken beteilige ich mich weder privat noch geschäftlich.
Da wir grundsätzlich Rechnungen immer mit Skontoabzug (dort, wo es möglich ist) überweisen, bringt ein Minusbetrag am Girokonto nichts, wenn ich mir zwar einerseits 2 – 3 % Skonto vom Rechnungsbetrag abziehen kann, aber andererseits 7, 8 oder mehr Prozente an Überziehungszinsen an eine Bank bezahlt werden müssen.
Bei unserem jährlichen 50-Millionen-Budget können gut und gerne Rechnungen in Höhe von mehr als 15 Millionen mit Skontoabzug überwiesen werden. Das ist eine Menge Geld und summiert sich in einer Legislaturperiode zu einem schönen 7-stelligen Betrag, den wir gut gebrauchen können.
Die Polizei warnt wieder vor flächendeckenden Betrugsversuchen über Telefon oder Computer. Unter keinen Umständen verlangt jemand von der Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht Geld oder Schmuck. Wird Derartiges angesprochen, dann handelt es sich immer um eine Betrugsabsicht.
Gestern durfte ich im Festsaal des Freizeitzentrums ein äußerst zahlreiches und interessiertes Publikum aus insgesamt 15 Gemeinden (zwischen Wien und Bad Vöslau) zum Thema „Energiegemeinschaften“ begrüßen, die allermeisten erfreulicherweise aus Wiener Neudorf.
Dass der Elektrizität als wichtigsten Energieträger die nahe und nachhaltige Zukunft gehört, ist mittlerweile klar geworden. Der Versuch, dem Verbrennungsmotor als wichtigstes Antriebsmittel die Zukunft zu sichern, ist genauso gescheitert wie die Prognose, dass wir alle bald mit Wasserstoffantrieb fahren werden. Durch diesbezügliche politische Fehleinschätzungen (weil Politiker zu sehr dem Druck der Verbrennerlobby nachgegeben haben) wurde der gesamten Autoindustrie in Europa von der asiatischen Konkurrenz der Vorrang genommen. Wären frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt worden, hätte der Verlust von zig-Tausenden Arbeitsplätzen in Europa verhindert werden können. Es wird höchstwahrscheinlich immer auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren geben, aber sie werden immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden. Und das Fahren mit einem derartigen Antrieb wird zwangsläufig immer teurer werden. So viele Spritpreisbremsen können gar nicht beschlossen werden.
Auch die Elektrifizierung von Heizen wird rasant voranschreiten. Strom ist durch den Einsatz von Sonne und Wind (nartürlich auch Wasser) ausreichend vorhanden. Die Probleme sind derzeit noch die Leitungs- und Speicherthemen.
Energiegemeinschaften haben heute schon einen hohen Stellenwert und dieser wird weiter wachsen. Hervorragend ausgewählte Fachleute haben mit ihren Vorträgen bei der gestrigen Veranstaltung das Thema ausführlich beleuchtet und einen guten Einblick auf Gegenwart und Zukunft gegeben.
Auch wir haben in Wiener Neudorf eine Erneuerbare Energiegemeinschaft, der jede/r beitreten und günstigen Strom beziehen kann. Egal, ob man in einem Haus oder einer Wohnung wohnt, egal ob man Eigentümer oder Mieter ist, egal ob man selbst eine Photovoltaikanlage hat oder nicht. Wenn Sie noch nicht Mitglied sind und Interesse haben, dann besuchen Sie die Gemeinde Webseite: http://www.wiener-neudorf.gv.at und geben Sie im Suchbegriff „Energiegemeinschaft“ ein. Dort sehen Sie eine umfassende Information.
Diese auch gestern gezeigte Chart beweist: 2025 hat bei der Stromerzeugung die Wind- und Solarenergie (die noch vor 10 Jahren eine untergeordnete Rolle gespielt hat) die fossilen Brennstoffe erstmals überholt. Und diese Entwicklung ist gekommen um zu bleiben.
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