Einladung zum Neujahrsempfang

Ich darf Sie zum ersten gesellschaftlichen Anlass des neuen Jahres in Wiener Neudorf zum traditionellen Neujahrsempfang meiner Bürgermeisterliste am kommenden Dienstag, den 6. Jänner um 11:00 Uhr in den Glassaal des Migazzihauses herzlich einladen.

Die Zeiten ändern sich in schnelleren Abständen als wir es bislang gewohnt sind. Die Herausforderungen in der Welt, in den Kontinenten, in Europa, in Österreich und in jeder Gemeinde werden größer und verlangen uns allen sehr viel ab. Insgesamt geht es uns in Österreich, in einem der wohlhabendsten und sichersten Staaten mit den besten Gesundheits- und Sozialsystemen, noch immer sehr sehr gut. Aber wir verlieren gerade alle ein wenig unseres Wohlstandes und müssen den einen oder anderen Gürtel ein wenig enger schnallen. Viele wollen das nicht wahrhaben und sehen pessimistischer als in fast allen anderen Ländern negativ in die Zukunft. Ich behaupte aber, dass die Bewohner fast aller anderen Länder liebend gerne in Österreich leben würden und mir fallen nur wenige Länder ein, in denen ich derzeit lieber leben würde. Tauschen möchte ich mit niemandem, aber wahrscheinlich viele auf der Welt gerne mit mir.

Auch in Wiener Neudorf müssen diverse Rädchen gedreht und Schrauben ein wenig angezogen werden, frei nach dem Motto: Damit es so gut bleibt wie es ist, muss sich manches ändern!

Wir bleiben in weiten Teilen bei unserem ambitionierten Zukunftsprogramm und bei unseren wichtigen Vorhaben und Anliegen, auch wenn es dafür heute andere Voraussetzungen für deren Umsetzung gibt als noch vor wenigen Monaten.

Welche Vorhaben das sind und welche Rädchen wir drehen werden, aber auch was im letzten Jahr alles in unserer Heimatgemeinde gelungen ist – darüber möchten wir Sie aus erster Hand informieren. Gerne auch bei einem Gläschen und einem kleinen Buffet.

Bitte lassen Sie zu Sylvester die Böllerei!

Wenn Sie etwas für die Gesundheit und den Tierschutz machen möchten, dann lassen Sie zu Sylvester bitte die Böllerei bleiben. Die pyrotechnischen Artikel verursachen alle Jahre eine derartige Feinstaubentwicklung, sodass die Luft im Freien erst nach 24 bis 30 Stunden ohne Gesundheitsgefährdung wieder einatembar ist. Die Böllerei erzeugt zusätzlich sowohl bei Freiwild als auch bei den allermeisten Haustieren eine enorme Stresssituation. Dies alles abgesehen von den immer mehr werdenden Unfällen und den Dreck, den die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes alle Jahre einsammeln müssen.

Glauben und vertrauen Sie mir, man kann das alte Jahr auch anders verabschieden und das neue Jahr anders willkommen heißen. Zum Beispiel so wie es die Stadt Salzburg empfiehlt, nämlich Korken statt Raketen knallen zu lassen. Es ist auch möglich, statt dessen eine andere Getränkeflasche zu öffnen, falls Sie so wie ich eher kein Freund von Sekt sein sollten.

Alles Gute für ein erfolgreiches, zufriedenes und vor allem gesundes neues Jahr 2026!

Fataler Wohnungsbrand in Wiener Neudorf

Im Mehrfamilienwohnhaus Reisenbauer-Ring 6/4 ging von einer Wohnung am heutigen Sonntag Vormittag im 3. Stock ein Brand aus, der rasch zu einer Verrussung der obenliegenden Wohnungen geführt hat. Insgesamt standen bei diesem Einsatz ca. 150 Feuerwehrkameraden von 7 Feuerwehren, angeführt von der Wiener Neudorfer Feuerwehr im Einsatz. Alarmiert wurden auch die Feuerwehren Möding, Brunn, Maria Enzersdorf, Biedermannsdorf, Perchtoldsdorf und Guntramsdorf – und auch ich als Bürgermeister. Ebenfalls vor Ort war Sicherheitsreferent GfGR Gilbert Mayr.

Alle Bewohner des mehrstöckigen Hauses wurden im nahegelegenen Kindergarten untergebracht und versorgt. Zum Glück gab es nur 4 eher leicht verletzte Personen, die vom großen Kontingent des ebenfalls alarmierten Roten Kreuzes versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurden.

Nach knapp 4 Stunden konnte um 14:00 Uhr von Einsatzleiter Branddirektor Walter Wistermayer „Brand aus“ gegeben werden.

Insgesamt 5 Wohnungen musste ich bis auf weiteres sperren, davon betroffen sind auch Räume in den unteren Geschoßen, die durch Löschwasser beeinträchtigt wurden. Die Bewohner der anderen Wohnungen konnten am Nachmittag wieder in ihre Privaträume zurückkehren, nachdem jede einzelne Wohnung gründlich nach Schadstoffen untersucht und diesbezüglich freigegeben wurde.

Am Montag wird eine Kommission die Schadensursache abklären. Die Brandwohnung wird für eine sehr lange Zeit nicht bewohnbar sein. Auch die komplette Instandsetzung des Gebäudes wird einige Monate in Anspruch nehmen.

Ich bedanke mich bei den zahlreichen Feuerwehrkameraden für ihren sonntäglichen mehrstündigen Einsatz, bei den Mitarbeitern des Roten Kreuzes sowie der großen Anzahl von Polizisten, die die Feuerwehr, aber auch mich tatkräftig unterstützt haben. Die Rettungskette hat in diesem Fall allerbestens funktioniert. Das Wichtigste ist, dass wir keine Menschenleben zu beklagen haben. Die materiellen Schäden sind durch die Gebäudeversicherung und die hoffentlich in ausreichender Höhe abgeschlossen Haushaltsversicherungen gedeckt.

Ein wunderschönes Weihnachtsfest

https://youtu.be/VZPknjVR48A?si=gprnFpHqSaWPEXkT

In meinem Namen, aber auch im Namen des Teams der „Bürgermeisterliste Herbert Janschka – Wiener Neudorf “ wünsche ich Ihnen/euch allen, euren Familien und allen, die euch nahestehen ein frohes und glückliches Weihnachtsfest. Bedenken wir gerade in diesen Tagen, wie gut es uns im Vergleich zu Milliarden anderer Menschen geht und welch ein Glück es ist, gerade jetzt in diesem Teil der Erde leben zu dürfen. Für mich ist es nicht verwunderlich, dass viele andere gerne hier leben würden.

Ich weiß schon, dass auch viele von uns viel entbehren müssen. Umso schöner ist es, dass es in unserem Land ein funktionierendes Sozialsystem gibt, das viele sogar als übersozial bezeichnen. Viele sind aber auch auf hohem Niveau unzufrieden und wünschen sich ein anderes Gesellschaftssystem. Viele wünschen sich einen „starken Mann“ an der politischen Spitze, vergessen aber, dass die Länder, die das vermeintlich haben, diesen versuchen wieder wegzubekommen – zumeist längerfristig vergeblich. Wie uns dies die Geschichte – aber auch die Gegenwart – lehrt.

Wünschen wir uns keine fatalen Veränderungen oder „starke Männer“. Wünschen wir uns ein friedvolles, glückliches, harmonisches und sicheres Zusammenleben in einem funktionierenden Sozial- und Gesundheitssystem. 90 % der Menschen in vielen Erdteilen hätten dies gerne. Wir gehören zu den 10 %, die dies haben. Aber was man sowieso hat, schätzt man zu wenig. Vielleicht ist das Weihnachtsfest bei uns auch eine Gelegenheit, diesbezüglich ein wenig Dankbarkeit zu spüren.

In so vielen Ländern dieser Erde gilt die Zeile in einem Gedicht von Erich Kästner: „Morgen kommt der Weihnachtsmann, allerdings nur nebenan!“. Bei uns kommt das Christkind in nahezu alle Haushalte – und das nicht nur zu Weihnachten.

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 15. Dezember

Mehrheitlich (ohne Zustimmung von SPÖ, FPÖ und NEOS) wurde das Budget für 2026 und der mittelfristige Finanzplan bis 2030 beschlossen. Das Budget beinhaltet wichtige Projekte, wie u.a. die Sanierung von Gemeindewohnhäusern, die Errichtung des neuen Abfallwirtschaftszentrums, dringend notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen, die thermische Sanierung der Volksschule und des Wichtelhauses, notwendige Entsiegelungsmaßnahmen, Renovierung von schadhaften Kanal- und Wasserleitungssträngen, den Rückbau der B17 und den Radweg in die SCS. Im Voranschlag ist abgesichert, dass die Wiener Neudorfer trotz Erhöhungen auch weiterhin die niedrigsten Gebühren im Bezirksvergleich zu bezahlen haben werden. Weiters ist ebenso abgesichert, dass die Gemeinde für jedes Kindergarten- und Hortkind bis zu € 8.000,- pro Jahr an Unterstützung leistet. Auch der 4-stellige jährliche Förderbeitrag für jedes Musikschulkind ist weiterhin abgebildet, genauso wie der auch in Hinkunft gut gefüllte Subventionstopf für unsere Vereine.

Aufgrund der prekären Budgetsituation des Bundes und der Bundesländer werden die Gemeinden immer mehr zur Kassa gebeten, allen voran die – noch – finanzstarken Gemeinden wie Wiener Neudorf. Nicht zuletzt deshalb sind wir aufgefordert, ein sogenanntes „Konsolidierungskonzept“ zu erarbeiten. Mehrheitlich (ohne Zustimmung von SPÖ, FPÖ und NEOS) wurde beschlossen, dieses zum Großteil (84 %) ausgabenseitig und nur zu einem geringen Teil (16 %) einnahmenseitig zu planen. Ausgabenseitig werden wir vor allem die jährlich exorbitant steigenden Zahlungen an das Land NÖ (Stichwort: Landesumlagen) bekämpfen. Da geht es um einen Millionenbetrag. Wir machen das vor allem deshalb, um die Gebühren für die Wiener Neudorfer Haushalte auch in Zukunft in einem vergleichsweise niedrigen Rahmen halten zu können.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ und FPÖ) wird für 2026 eine nahezu durchgängige Anzahl an Ferienaktivitäten und Ferienbetreuung (neu: auch in der Osterwoche) zu kostengünstigen Preisen von der Gemeinde angeboten. Nähere Informationen entnehmen Sie dem Jänner-Mitteilungsblatt bzw. der Gemeinde-Webseite.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ und FPÖ) behalten wir die äußerst flexiblen Abholzeiten in unseren Horten (14:00 Uhr, 15:30 Uhr, 16:00 Uhr, 16:30 Uhr, 17:00 Uhr und 17:30 Uhr) zu weiterhin moderaten Tarifen bei.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ und FPÖ) behalten wir die äußerst flexiblen Abholzeiten in unseren Kindergärten (12:00 Uhr, 13:00 Uhr, 14:00 Uhr, 15:00 Uhr, 16:00 Uhr, 17:00 Uhr) zu weiterhin moderaten Tarifen (bis 13.00 Uhr kostenlos) bei.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ und FPÖ) wurde beschlossen, den Elternbeitrag für Wichtelhaus-Kinder mit einem Höchstbeitrag von € 195,61 pro Monat für eine ganztägige Betreuung zu limitieren.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ) wurde beschlossen, das Essen für die Kinder unserer Betreuungseinrichtungen weiterhin vom Team „Operschall“ in den Räumlichkeiten der Gemeinde-Vitalküche täglich frisch zubereiten zu lassen. Die äußerst günstigen Tarife für das Mittagessen belaufen sich für Kindergärten, Horte und Ganztagesschule auf € 20,- pro Woche und für das Wichtelhaus € 25,- (inklusive einer Vormittagsjause).

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ) wurde beschlossen, ab 1.2.2026 für „Essen auf Rädern“ für ein 3-Gänge-Menue € 8,–, für ein 2-Gänge-Menue € 6,50 und für nur die Hauptspeise € 5,- zu verrechnen. Für Ausgleichszulagenempfänger gelten noch günstigere Tarife: € 6,50, € 5,- bzw. € 4,-.

Einstimmig wurde eine Erhöhung der Abfallwirtschaftsgebühren von 3,7 % bzw. der Kanalbenützungsgebühren von 5 % beschlossen.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ) wurde die Tarifgestaltung für den Gemeindeteich neu geregelt. Aus gesetzlichen Gründen ist die jahrzehntelange Praxis, dass Wiener Neudorfer bevorzugt werden, nicht weiter aufrecht zu erhalten, weil mittlerweile Klagen im Raum stehen, die die Gemeinde sehr teuer zu stehen kommen könnten. Die Saisonkarte kostet ab sofort für alle Personen ab dem 19. Geburtstag € 90,-, für Mindestpensionisten, Lehrlinge, Studenten und Personen in Ausübung des verpflichtenden Wehrdienstes bzw. Zivildienstes oder freiwilligen Sozialjahres bis zum 25. Lebensjahr, sowie für Kinder und Jugendliche zwischen dem 7. und 18. Lebensjahr € 65,-. Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr ist der Eintritt kostenlos. Darüber hinaus gibt es für jeden Tag auch Einzelkarten. Die Tarife sind auf der Webseite der Gemeinde ersichtlich.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung NEOS) wurde beschlossen, ab dem Jahr 2026 Wiener Neudorfern mit Hauptwohnsitz einen „Tut gut-Gesundheitsscheck“ in Höhe von jeweils € 45,- (limitiert mit 1.330 Stück) zur Verfügung zu stellen. Damit soll das Bekenntnis der Gemeinde zu einer zentrale Rolle von Bewegung, Aktivität und Gesundheitswissen unterstrichen werden. Es wird im Laufe der Zeit verschiedenste Möglichkeiten der Einlösung geben, z.B. ab der kommenden Saison auch für die Jahreskarte des Gemeindeteiches.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ und NEOS) wurde beschlossen die Pensionisten-Urlaubsaktionnach Bärnkopf für maximal 120 Wiener Neudorfer aufrecht zu erhalten. Der Selbstbehalt pro Person und Tag beläuft sich für die Halbpension auf € 29,-, für Mindestpensionisten € 11,60. 

Einstimmig wurde beschlossen, auch 2026 wieder einen Pensionistenausflug mit einem Kostenanteil von € 25,- zu organisieren. Die Fachabteilung ist diesbezüglich in guten Gesprächen für das wahrscheinliche Reiseziel St. Pölten.

Feuerwerk: Silvester-Verordnung

Nicht zuletzt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ist Wiener Neudorf eine der Feinstaubhochburgen Österreichs. Ein enorm hoher Verursacher von Feinstaub ist allerdings das Abschießen von Feuerwerken. Aus gesundheitlichen Gründen wäre es deshalb folgerichtig, Feuerwerke (nicht nur) in unserer Gemeinde komplett zu verbieten. Ich befürchte allerdings, dass ein komplettes Verbot von einigen einfach ignoriert werden würde. Auch den Hinweis, dass viele Haus- und Wildtiere unter den Auswirkungen leiden, würden viele als unwichtig abtun.

Wenn Sie also zu denjenigen gehören, für die das Abschießen von Feuerwerken unbedingt zum Jahreswechsel dazugehört, dann ersuche ich Sie um strikte Einhaltung der Wiener Neudorfer Silvester-Feuerwerks-Verordnung. Diese erlaubt die Verwendung von Feuerwerken der Klasse 2 für Personen ab 18 Jahren innerhalb von 2 Stunden vom 31.12.2025 23:00 Uhr bis 01.01.2026 01:00 Uhr.

Wo genau Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen finden Sie auf der HomePage der Gemeinde. Grundsätzlich sind Feuerwerke bei Krankenanstalten, Kirchlichen Einrichtungen, Tankstellen,Menschenansammlungen und in geschlossenen Räumen untersagt.

Dass der diesbezüglich anfallende Müll im öffentlichen Bereich entsorgt und nicht achtlos liegengelassen wird, sollte sich von selbst verstehen.

Nachdem wie oben erwähnt, Feuerwerke die Feinstaubbelastung in kürzester Zeit extrem weit über alle erlaubten Grenzwerte bringt, wird Kindern aber auch Personen, die an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Problemen leiden, empfohlen, sich nicht im Freien aufzuhalten, um längerfristige gesundheitliche Nachwirkungen zu vermeiden. Gemäß der Erfahrungswerte der letzten Jahre bereinigt sich die durch die Feuerwerkskörper extrem hohe Luftverschmutzung – natürlich abhängig von Windbewegungen – innerhalb von 24 bis 36 Stunden.

Wenn Ihnen die Umwelt, die Gesundheit, aber auch das Tierwohl am Herzen liegt, sollten Sie überlegen, auf das Abschießen von Feuerwerkskörpern zu verzichten – und keine zu kaufen. Deshalb dieser Silvester-Hinweis bereits 14 Tage vor dem Jahreswechsel. Denn: Ein gelungener Jahreswechsel geht auch anders!